Die acht diesjährigen Theatertreffen-Blogger haben Nachlese gehalten. Hier geben sie ihre ganz persönliche Rückschau auf 22 Tage Kulturjournalismus im Netz: die Zeit, die bleibt.
Warum Theater?
Der Theatertreffen-Blog stellte während der gesamten Festivalzeit Theatermachern und -gängern die Frage “Warum Theater?” auf einem weißen Blatt Papier und bat darum, diese vor Ort, mit Stift, schnell und ohne lange Überlegungszeit zu beantworten. Das stieß bei manchen auf Ablehnung (“blöde Frage”, “nicht in so kurzer Zeit”, “Fragen Sie das doch nicht mich, ich mach doch selbst Theater”), bei anderen auf spontane, mal ernste, mal witzige Einfälle. Ein Zettelkasten, unter anderem mit Zeichnungen von Christoph Marthaler, Ulrich Matthes und Karin Beier. (Mehr davon? Der Blick aufs Theater von heute aus der Zukunft gesehen: Future Archive of Theatre). Weiterlesen »
Vor den Kulissen – Teil 2
Wer kennt die Räume, in denen die Schauspieler im Rampenlicht stehen besser, als diejenigen, die diese Räume technisch einrichten? Die Blog-Fotografin Kim Keibel hat Techniker, Beleuchter, Bühnenarbeiter, Regieassistenten und andere gebeten, sich auf “ihren Bühnen” zu inszenieren. Den ersten Teil der Foto-Serie “Vor den Kulissen” finden Sie hier.
The Future Archive of Theater
Over the course of the festival, I’ve been asking theater makers within and without tt10 about the state of German theater by asking them about the past of theater from the perspective of the future. I’ve been asking the theater makers to assess or reassess their position to the theater of now by looking out from an imaginary future. This tactic, which has been developed by two critical theorists, Manuela Zechner and Anja Kanngieser, is called the future archives and it provides a space to think about the possibility of change. I’ve asked:
Imagine you’re living in the year 2050. Please describe the theater of 2010 as you remember it. What’s improved? What do you miss?
In my correspondence with theater makers, some have said they’d prefer not to discuss the future of German theater or the future at all. Others have said such speculations of ‘visionaries’ have proved to be dangerous over the course of history. But others have agreed with Manuela Zechner and Anja Kanngieser, that talking about the present in the future in the now can help us reframe our desires. These answers can be read and discussed here.
Erleuchtet
Elfriede Jelineks “Die Kontrakte des Kaufmanns” ist in der Inszenierung von Nicolas Stemann ein vielstimmiges Geld-Oratorium, das die Ersatzreligion des Kapitals besingt und durchleuchtet. Kim Keibel hat die Schauspieler vor ihrem Auftritt mit aufklärerischer Lichtkrone fotografiert. Weitere Bildergalerien hier.
Mittendrin: Rausgegangen
In Nicolas Stemanns Inszenierung von Elfriede Jelineks Wirtschaftskomödie “Die Kontrakte des Kaufmanns” stehen während der ersten Hälfte des Abends die Türen zum Theatersaal sperrangelweit offen. Elisabeth Hamberger und Judith Liere haben die Hinein- und Hinausgehenden gefragt, wie ihnen das gefiel.


