Um 0.30 Uhr, nach fünf Stunden Solo-Lesung der ersten drei Teile seiner autobiographischen Reihe “Alle Toten fliegen hoch” und anschließendem Publikumsgespräch, nimmt sich Joachim Meyerhoff noch Zeit für den tt-Blog. Unausgesprochen im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, die Kollege Matthias Weigel in seinen “Pausentönen” zu Meyerhoffs Premiere am Mittwoch angestoßen hat: Ist das noch Theater?
2005 haben Sie hier im Maxim-Gorki-Theater mit “Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war?” ein Stück inszeniert, das Ihre eigene Biographie thematisiert, damals allerdings noch mit Schauspielern und verteilten Rollen. Nun lesen Sie bei “Alle Toten fliegen hoch”, das sich ebenfalls stark aus Ihrer Biographie speist, nur noch vor. Wundert es Sie, dass Sie mit dieser viel weniger theatralen Form zum Theatertreffen eingeladen wurden?
Ich finde nicht, dass diese Form weniger theatral ist. (mehr…)


