“Mal richtig zuhören”

von Maximilian Grosser

Als kollektivgewordene Armutserfahrung stehen sie in Volker Löschs Marat-Variation auf der Bühne: 24 Hamburger Hartz-IV-Empfänger, Rentner und Zu-Gering-Verdiener. Ihr Epilog hat zu einem künstlichen Eklat geführt. Weil bisher fast nur über, aber selten mit dem Chor gesprochen wurde, haben wir das nachgeholt. Fünf Stimmen über das Stück und die Probenerfahrung.

Marat-Chor im Interview

Erschöpft, aber glücklich: der Marat-Chor nach seiner ersten Proben-Nachbesprechung. Foto: Jan Zappner

 

 
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 Fünf Stimmen zur Arbeit mit Volker Lösch: Play Now | Play in Popup

Ein Chorleiter nervt gewaltig

von Johannes Schneider

Eigentlich sollte unser Treffen mit Hartz IV-Empfängern aus Volker Löschs “Marat”-Chor nur dazu dienen, diese hinterher in Audioporträts vorzustellen und sie derart der Anonymität des Chorischen zu entreißen. Im Zuge des Interviews ereignete sich aber noch etwas, von dem sich schwerlich schweigen lässt. Eine Randglosse mit ersten, unkommentierten O-Tönen der Chormitglieder als Hördateien am Ende.

Es war schon eine merkwürdige Konstellation, die sich da am Samstagabend gegen 22 Uhr auf einer düsteren Probenbühne in der Komödie am Kurfürstendamm ergeben hatte: Zehn von der nachmittäglichen Anreise aus Hamburg erschöpfte Mitglieder des Hartz IV-Chores aus Volker Löschs “Marat, was ist aus unserer Revolution geworden?” trafen auf drei von drei Wochen tt09 nicht minder erschöpfte Redakteure des tt-Blogs. Diesen Beitrag weiterlesen »

Alfred-Kerr-Darstellerpreis 2009

von Anna Postels

Herzlichen Glückwunsch, liebe Kathleen Morgeneyer!

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Kathleen Morgeneyer erhält den Alfred-Kerr-Darstellerpreis von Jurorin Jutta Lampe. Foto: Jason Kassab-Bachi

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Rezept für einen Theaterskandal

von Anna Postels

Ach, was ist so ein richtiger Stadttheaterskandal doch herrlich! Leider passiert das nicht mehr so oft, da man inzwischen ja so gut wie alles gesehen, verhandelt und inszeniert hat. Doch in Hamburg haben sich im letzten Jahr etliche ins Zeug gelegt, damit mal wieder richtig Leben in die Bude Theater kommt. Wie Sie selber einen Theaterskandal à la Volker Löschs “Marat, was ist aus unserer Revolution geworden” produzieren können, erklären wir gerne. Das Rezept für einen Theater-Hermann, den Kuchen, der immer weiter wächst und sich überall verteilt.

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Marion Breckwoldt als Marquis de Sade in Volker Löschs "Marat, was ist aus unserer Revolution geworden?" als Ekelpaket. Foto: A.T. Schäfer

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Marat ist da!

von Matthias Weigel

Der Anfang vom Ende: Als letztes Gastspiel des diesjährigen Theatertreffens kommt heute abend Volker Löschs “Marat, was ist aus unserer Revolution geworden?” vom Deutschen Schauspielhaus in Hamburg auf die Festspielbühne. Impressionen des letzen Bühnenaufbaus beim tt09.

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Kamera und Schnitt: Matthias Weigel
Musik: Sudaca Power: Las Luces de la Rambla

Wenn die Themen aus dir selbst kommen sollen

von Elise Graton

Max Claessen, Regisseur aus Hamburg, war noch nie Stipendiat. In diesem Jahr wurde er für das Internationale Forum als Teilnehmer ausgewählt und erarbeitete mit anderen internationalen Theatermachern “Geschichten und Geschichte“. Er erzählt von Gruppenprozessen, die, wenn alle Kreative sind, ganz gut von selbst funktionieren. Ein Mitschnitt der Workshop-Ergebnisse.

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Der Workshop "Geschichten und Geschichte" von Intendant Armin Petras und Chefdramaturgin Andrea Koschwitz (Maxim-Gorki-Theater) im Gruppenbild als Chor: Max Claessen hat sich die dritte Reihe ausgesucht. Foto: Piero Chiusi

 
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“Tun, als ob” geht bei Gosch nicht!

von Johannes Schneider und Matthias Weigel

Die eine ist Schauspielerin, hat schon fünfmal in Inszenierungen von Jürgen Gosch gespielt. Beim tt09 ist sie die Mascha in Tschechows “Möwe”. Dort steht auch die andere, eigentlich Regie-Hospitantin, in der Minirolle des “Dienstmädchens” auf der Bühne, als eine von drei Laien: Meike Droste und Theresa Schütz über ihre Erfahrungen mit dem Regisseur Jürgen Gosch.

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Von schwierigen gruppendynamischen Prozessen keine Spur: Die Darstellerinnen Meike Droste (links) und Theresa Schütz. Fotos: Jan Zappner

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Ode an Peymann

von Kristin Becker

Gestern Abend hat uns Claus Peymann, Intendant des Berliner Ensembles, den Glauben an das deutsche Theater zurückgegeben. Im Preiskampf hat er mit überzeugenden Argumenten – wir hatten auch einige – die Gegner aus dem Feld geschlagen und am Ende triumphiert. Ein großer Auftritt.

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Die 3Sat Preiskampf-Juroren Claus Peymann und Jenny Erpenbeck in Aktion. Foto: Jason Kassab-Bachi

Lieber Claus Peymann,

auch wenn es gestern Abend keinen Ringrichter gab, den Kampf hast Du nicht nur durch das kollektive K.O. Deiner Mitstreiter gewonnen, sondern auch klar nach Punkten. Diesen Beitrag weiterlesen »

Live-Ticker vom Preiskampf um den 3sat-Theaterpreis!

von Anna Postels

Heute Abend wird der 3sat-Theaterpreis verliehen - und der Theaterstreit der Jury zum ersten Mal live und vor Publikum ausgetragen! Lesen Sie hier unseren Live-Ticker (von unten nach oben zu lesen)! Diesen Beitrag weiterlesen »

Wir werfen fünf Argumente in den Ring

von Anna Postels

Heute Abend wird der 3sat-Theaterpreis verliehen – und der Theaterstreit der Jury zum ersten Mal live im Fernsehen übertragen! In der Jury sitzen Berliner-Ensemble-Intendant Claus Peymann, Theaterkritiker C. Bernd Sucher, Schriftstellerin Jenny Erpenbeck und tt09-Jurymitglied Eva Behrendt. Seit 13 Jahren wird der 3sat-Preis für eine besonders herausragende künstlerische Leistung im Rahmen des Theatertreffens verliehen. Wir sind gespannt, wer die 10.000 Euro gewinnen wird – und haben ein paar Entscheidungstipps für die Jury zusammen gestellt.

1. Den Zugriffszahlen auf dem Theatertreffen-Blog vertrauen: Diesen Beitrag weiterlesen »